ZEITTAFEL
Die im 11. Jh. unter Königin Gisela gegründete mittelalterliche deutsche Siedlung im Gebiet Sathmar erlosch.

Begründer der neuzeitlichen deutschen Siedlung im Sathmarland ist Graf Alexander Karolyi.
1711
 
Friedensschluss von Sathmar
1711/12
 
Eingabe A. Karolyis an die Wiener Hofkanzlei.
Antrag auf Ansiedlung von "katholischen Schwaben".
1712
 
Erste große Siedlungsaktion im Sathmarland.
Oberschwäbische Kolonisten werden angesiedelt
1721-1726
 
Jährlich kommen neue Siedler aus Oberschwaben auf die Güter des Grafen Karolyi.
1726
 
Zweitgrößte Siedlungsaktion im Sathmarland.
Großangelegter Werbefeldzug in Oberschwaben.
1729-1731
 
Aus Schwaben und Franken ziehen Siedler ins Sathmarland.
1737
 
Drittgrößte Siedlungsaktion
Schloss der gräflichen Familie Karolyi in Großkarol
Schloss der gräflichen Familie Karolyi in Großkarol
1743-1803
 
Graf Alexander Karolyi. In 7 Dörfern des Sathmarlandes wohnen nun schon über 500 schwäbische Bauernfamilien sowie einige Handwerker in Großkarol.
1743 -1803
 
Fortsetzung der systematischen Ansiedlung von Deutschen im Sathmarland durch Franz (1743 -1758), Anton (1758-1791) und Josef Karolyi (1791-1803).
1773 -1812
 
Ansiedlung von deutschen Kolonisten in der Maramuresch.
1836
 
Verordnung des Sathmarer Bischofs Johannes Ham, in der die Einführung der madjarischen Sprache in Schule und z. T. in der Kirche allgemein vorgeschrieben wird.
1858
 
Michael Haas wird zum Sathmarer Bischof ernannt. Er versuchte der allgemeinen nationalistischen Tendenz der Ungarn entgegenzuwirken.
1867
 
Österreichisch-ungarischer Ausgleich.
1879
 
Ungarische Sprache wird in allen nichtungarischen Volkschulen zwangsweise eingeführt.
1918
 
Ende des 1. Weltkrieges. Die Rumänen Transilvaniens erklären in den Karlsburger Beschlüssen den Anschluß an Rumänien; sichern den Minderheiten Rechte zu.
1920
 
Friedensvertrag von Trianon. Ungarn verliert 13,3 Mill. Einwohner. Anschluss des Sathmarlandes an Rumänien.
1926
 
Gründung der "Deutsch-Schwäbischen Volksgemeinschaft Sathmar" in Großkarol.
1927
 
"Mitteilungen der Deutsch-Schwäbischen Volksgemeinschaft Sathmar" erscheint.
1929
 
Jugendgruppen aus Deutschland besuchen die Sathmarer Schwaben. Gründung des "Sathmarer Deutschen Kulturvereins."
30.8.1940
 
Wiener Schiedsspruch. Mit der Hälfte Siebenbürgens wird auch das Sathmarer Gebiet wieder an Ungarn zurück gegliedert.
1941
 
Rumänien nimmt als Verbündeter Deutschlands am Krieg gegen die UdSSR teil Genehmigung zur Errichtung der "Deutschen Bürgerschule" in Karol.
1944
 
Rumänien verbündet sich mit der UdSSR. Etwa 3000 Sathmarer Schwaben verlassen ihre Heimat und ziehen nach dem Westen.
1944-1948
 
Enteignung der Deutschen in Rumänien.
1945
 
Verschleppung zur Zwangsarbeit auch der Sathmarschwaben in die UdSSR.
1945 -1950
 
Rechtliche Diskriminierungsmaßnahmen gegen Deutsche; Entzug des Wahlrechts.
1947
 
Gründung der Landsmannschaft der Sathmarer Schwaben in Deutschland.
1978
 
Vereinbarung zwischen Rumänien und der Bundesrepublik Deutschland über Familienzusammenführung. Beginn der Rückwanderung der Sathmarer Schwaben nach Deutschland.
1989
 
Demokratische Wende in Rumänien.
1990
 
Gründung des Demokratischen Forums der Deutschen im Sathmarland und Nordsiebenbürgen. Erstes großes kulturelles Begegnungstreffen der Sathmarer Schwaben, in Sathmar, Rumänien.